Fantasy

Regel Nummer 1: Werde niemals zur Story!

Lionel Page ist auf der Jagd. Seine Beute: Scharlatane, Wunderheiler und Medikaster. Schonungslos deckt der Journalist die Wahrheit über all jene auf, die mit der Hoffnung und Verzweiflung der Menschen spielen um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Als Lionel von einer gut betuchten Dame gebeten wird, die Echtheit eines verschollenen Poe Manuskripts zu überprüfen, reist er nach New York. In der Erwartung eines kleinen Abenteuers begibt er sich auf die Reise und stolpert in eine Welt jenseits seiner Vorstellungen. Wie soll er sich in dieser fremde nur behaupten, endet sein Kreuzzug gegen die Scharlatanerie der Magie hier oder stellt er sich den Gefahren und dem wahren Grund seiner Abneigungen?

Zitat (Seite 68): “Meiner Meinung nach ist >das Buch finden, dass man sucht< eine völlig überschätzte Vorstellung … Es ist weit aus besser, herum zu stöbern und sich von dem Buch, das man braucht, finden zu lassen.“

Die Geister von New York, ist eher ein Fantasylastiger Roman und somit überhaupt nicht das, was ich sonst zu lesen pflege. Doch der Mix aus dem Poe Manuskript, Realität trifft Magie, Symbolismus und Mythologie konnte mich unglaublich in seinen Bann ziehen. Auch der rasante Schreibstil ließ mich förmlich durch die Seiten fliegen. So, dass selbst Lionel und die Vorgeschichte, wie er zum Auftrag, nach New York zu reisen gelangt, interessant war. Man sollte sich natürlich auf die Fantasy Komponente einlassen können, für mein Empfinden war diese jedoch sehr ausgewogen. Obwohl es nicht mein bevorzugtes Genre ist, hatte der Realität trifft auf magische Elemente Plot eine gute Wirkung auf die Entwicklung der Geschichte. Es ist ratsam das Buch aufmerksam zu lesen, auch wenn Details nicht vordergründig einen relevanten Anschein machen. Auch wenn sich daraus vorerst höchstens Vermutungen oder Tendenzen ergeben, fügt sich am Ende doch mehr ineinander als sich zunächst vermuten lässt. Dass Craig Schaefer es am Ende schafft zu allem einen Bezug zu finden und so vieles der vorangegangenen Story in ein klares Licht rückt, hat mich zusätzlich begeistert.  Es war zwar insgesamt schwer das Buch aus der Hand zu legen, doch die letzten 300 Seiten habe ich förmlich inhaliert. Für eingefleischte Fantasy Hasen bin ich sicherlich nicht die beste Referenz, doch wer etwas offen ist für diese Art der Elemente und die Themen Symbolik, Mythologie und Magie mag, könnten die Geister von New York ähnlich stark in ihren Bann ziehen.

Fazit: für mich als blutigen Fantasy Neuling in echtes Highlight. Der Themen Mix, das verweilen in der reellen Welt, zusammen mit dem rasanten Schreibstil konnte mich restlos begeistern.

Einen großen Dank an den Heyne Verlag, für das bereitstellen des Rezensionsexemplars.

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