Short Review

Auf den Spuren der Donner Party

Die Archäologin Dr. Nora Kelly ist begeistert als neue Hinweise auf ein bislang verschollen geglaubtes Lager der Donner Party auftauchen. Denn, 1846 verirrt sich ein Siedler Treck auf dem Weg an die Kalifornische Küste in der Sierra Nevada und wird dort vom Schnee eingeschlossen. Nur wenige überlebten von den ursprünglich über 70 gestarteten Personen. Ein dramatischer Überlebenskampf beginnt, der in Kannibalismus gipfelt, um die letzten Verbliebenen zu retten.
Als die Expedition zur Ausgrabung startet ahnt Nora nicht, dass eine tödliche Gefahr ihr auf den Fersen ist.


Die Donner Party ist eine unglaublich faszinierend, wie erschütternde Geschichte, die viele Menschen dank Verkettung unglücklicher umstände das Leben kostete. Nach dem Motto „ich kenn da eine Abkürzung“ lief hier schief, was nur konnte.
Das Buch war sehr gelungen, auch wenn zwischenzeitlich nicht so ganz klar war in welche Richtung sich das Ende entwickeln könnte, haben die Autoren Preston & Child die Spannung und Atmosphäre immer hoch gehalten. Die Verknüpfung eines Thrillers mit einem reellen geschichtlichen Ereignisses hat mir unfassbar gut gefallen, auch wenn für das drum herum natürlich etwas fiktive Dichtung von Nöten war. Die Charaktere waren übersichtlich und angenehm ausgearbeitet. Gelungen war auch die Atmosphäre, die sich wunderbar die schroffe Einsamkeit des Sierra Nevada Bergplateaus zu eigen machte und damit spielte. Die Auflösung war im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, doch sie war unvorhersehbar und keinesfalls gewöhnlich.

Sehr gelungene Adaption zu einem reellen, geschichtlichen Ereignis. Historischen Background, einnehmende Charaktere, gute Story Entwicklung und stetig steigende Spannung konnten hier, trotz ungewöhnlichem Ende, punkten.

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